Gerd Arntz

Bespiegelungen II

, 1930
  • Material
    Holzschnitt
  • Herstellungsmethode
    vorderseitig signiert
  • Auflage
    230
  • Maße
    21 x 28 cm
    geringfügige Alterungsspuren
  • Details zum Rahmen
    Handgefertigter bothor gewachster Ahorn-Holzrahmen, inkl. Passepartout, mit 10mm Distanzleiste, Außenmaße ca. 42,4 x 34,9 cm. Inkl. rückseitiger Hängeleiste, staubdicht verschlossen.
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Über den Künstler

Ein Laib Brot, ein offen stehender Tresor, eine geballte Faust oder ein Maiskolben ‒ das sind nur vier Beispiele für die insgesamt gut 4.000 extrem reduziert gezeichneten Symbole, die der Künstler und Grafiker Gerd Arntz (1900‒1988), teils in Zusammenarbeit mit dem Soziologen und Philosophen Otto Neurath, ab Mitte der 1920er Jahre entwickelte. Diese Piktogramme sollten komplexe Sachverhalte allgemein verständlich machen, auch bzw. gerade für diejenigen, die des Lesens und Schreibens unkundig waren. Arntz’ Entwürfe sind bis zum heutigen Tag eine wichtige Quelle und Inspiration für Designer, Bildstatistiker und Grafiker weltweit.

Sein Holzschnitt „Bespiegelungen II“, entstanden in den 1930er Jahren, zeigt in der für Arntz so typischen „verkürzten“ Manier eine nur scheinbar einfache Szene, deren Interpretation dem Betrachter überlassen ist: Sind es fünf Figuren oder doch nur drei, von denen zwei sich im Spiegel betrachten? Geht es um den Gegensatz von Freiheit und Unfreiheit? Um die gesellschaftliche Kluft zwischen Arm und Reich?

Über die Edition

„Es gibt wohl inmitten der Langeweile wenig Langweiligeres als die krampfhafte Bemühung ,fortschrittlicher‘ Kreise um den verharmlosten und salonfähig zurechtgestutzten Avantgardismus. Neben den Ahnungslosen rasen die Ewig-Verspäteten von Vernissage zu Konzert und bedienen sich aller Hilfsmittel zur Beseitigung der Verdauungsbeschwerden beim vorsichtigen Genießen der ‚modernen‘ Kunst“ ‒ so beginnt das 1958 von 30 Künstlern und Intellektuellen unterschriebene „Manifest gegen den Avantgardismus“. Treibende Kraft dahinter ist der aus Ungarn stammende Basler Kunsthändler, Sammler und Psychoanalytiker Carlo Laszlo.

Es ist bezeichnend, dass es auch Laszlo ist, der nur zwei Jahre später und in Fortsetzung dann noch einmal 1965 und 1977 ein Sammelportfolio ediert, das unter dem Titel „La Lune en Rodage“ insgesamt 180 Kunstwerke führender Künstler der europäischen Avantgarde zwischen den 1920er und den 1970er Jahren präsentiert. Die heute hier vorgestellten Arbeiten sind eine Auswahl aus den drei Ausgaben. Visuell eindrucksvoll erinnern sie an die Aufbruchstimmung und den Willen zur Erneuerung jener Jahrzehnte.

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