Joachim Albrecht

Ohne Titel

, 1966
  • Material
    Siebdruck auf Karton
  • Herstellungsmethode
    vorderseitig handsigniert in Bleistift
    Eine unnumerierte Auflage aus einer Edition von 230 Exemplaren
  • Auflage
    230
  • Maße
    28 x 28 cm
    geringfügige Alterungsspuren
  • Details zum Rahmen
    Handgefertigter bothor gewachster Ahorn-Holzrahmen, mit 10mm Distanzleiste, Außenmaße ca. 33,4 x 33,4 cm. Inkl. rückseitiger Hängeleiste, staubdicht verschlossen.
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Über den Künstler

Joachim Albrecht (1913‒1997) war ein wichtiger Vertreter der konstruktiven Kunst. Unter dem Einfluss von Victor Vasarely und Auguste Herbin entwickelte er in den frühen 1960er Jahren seinen Stil, der die Fläche als eigenständigen Raum versteht. Der Siebdruck ohne Titel aus dem Jahr 1977 ist ein schönes Beispiel für Albrechts souveränen Umgang mit der Fläche: In einem geometrischen Spiel aus Dunkelgrün und Schwarz entsteht der Eindruck eines dreidimensionalen Werkes.

Über die Edition

„Es gibt wohl inmitten der Langeweile wenig Langweiligeres als die krampfhafte Bemühung ,fortschrittlicher‘ Kreise um den verharmlosten und salonfähig zurechtgestutzten Avantgardismus. Neben den Ahnungslosen rasen die Ewig-Verspäteten von Vernissage zu Konzert und bedienen sich aller Hilfsmittel zur Beseitigung der Verdauungsbeschwerden beim vorsichtigen Genießen der ‚modernen‘ Kunst“ ‒ so beginnt das 1958 von 30 Künstlern und Intellektuellen unterschriebene „Manifest gegen den Avantgardismus“. Treibende Kraft dahinter ist der aus Ungarn stammende Basler Kunsthändler, Sammler und Psychoanalytiker Carlo Laszlo.

Es ist bezeichnend, dass es auch Laszlo ist, der nur zwei Jahre später und in Fortsetzung dann noch einmal 1965 und 1977 ein Sammelportfolio ediert, das unter dem Titel „La Lune en Rodage“ insgesamt 180 Kunstwerke führender Künstler der europäischen Avantgarde zwischen den 1920er und den 1970er Jahren präsentiert. Die heute hier vorgestellten Arbeiten sind eine Auswahl aus den drei Ausgaben. Visuell eindrucksvoll erinnern sie an die Aufbruchstimmung und den Willen zur Erneuerung jener Jahrzehnte.

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