Editionen, die Sie vielleicht verpasst haben

Lou Loeber
Lou Loeber widmete ihr Leben ganz der Kunst. Am 3. Mai 1894 wurde sie in Amsterdam geboren; ihr wohlhabendes Elternhaus war stets offen für neue künstlerische Entwicklungen in den Niederlanden um die Jahrhundertwende. Bereits 1913 bekam Loeber ihr eigenes Atelier, 1915 wurde die junge Malerin an der Rijksacademie voor Beeldende Kunsten, Amsterdam, aufgenommen. Sie war aktive Sozialistin, Pazifistin – und Veganerin: ein moderner Mensch. Sie interessierte sich für den Kubismus und setzte sich intensiv mit „De Stijl“ und den Lehren des Bauhauses auseinander. 1931 heiratete sie den Maler Dirk Koning. Loeber starb 1983 in Blaricum, Provinz Nordholland.
Lou Loeber, Geranium
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Gregor Hildebrandt
Manchmal, so hat es der Künstler und Musikliebhaber Gregor Hildebrandt in einem Videointerview mit dem Journalisten Jan Lüthje gesagt, wolle er ein Bild schaffen und suche nach einem Lied. Oder es liefe umgekehrt, und er habe ein Lied und wolle dazu ein Bild schaffen. Eins ist klar: Musik und Bilder lassen sich bei dem 1974 in Bad Homburg geborenen Künstler nicht trennen. Willkürlich ist die Musikauswahl nicht. Lieder von „The Cure“ oder „Einstürzende Neubauten“ gehören zu den Favoriten. Sound an sich hört man jedoch nicht in Hildebrandts Kunst. Seine zentrale Fragestellung lautet: Wie gelingt es, Musik zu visualisieren? Wie wird etwas sichtbar, was ich eigentlich nur höre? Die Materialauswahl seiner Werke gibt die Antwort: Hildebrandt gehört in der Gegenwartskunst vermutlich zu den größten Verwertern von analogen Datenträgern. Das Tape von Audio- und Videokassetten, das schwarzglänzende Band, ist nicht nur Träger von Musik, es ist auch das Material von Hildebrandts Bildern. Daneben nutzt er in seinen Collagen und Assemblagen häufig Vinyl. Seine Werke sind meistens abstrakt. Manche Arbeiten erinnern mit ihren tiefschwarzen, monochromen Flächen an Malewitschs „Schwarzes Quadrat“, einen Meilenstein der modernen Malerei; andere sind äußerst farbenfroh oder zumindest farbig überarbeitet ‒ in der Materialverwendung sind sie jedoch alle konsequent. Jenseits des Tafelbildes realisiert Hildebrandt auch Skulpturen und Installationen
Gregor Hildebrandt, Ohne Titel
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Walter Dexel
Dexels Holzschnitt „Composition“ aus dem Jahr 1924 zeigt, dass er zu den großen konstruktivistischen Künstlern des 20. Jahrhunderts gehört. Mit einfachen geometrischen Formen erzeugt er dreidimensionale Tiefe – und entfacht so eine starke Sogwirkung, die sich unmittelbar auf uns als Betrachter überträgt.
Werke von Dexel sind z.B. in der Kunstsammlung Jena und der Hamburg Kunsthalle, im Frankfurter Städel Museum und in der New Yorker Neuen Galerie vertreten und werden u.a. bei Christie‘s versteigert.
Walter Dexel, Composition
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Achim Riethmann
Achim Riethmann – ehemaliger Meisterschüler von Leiko Ikemura – beherrscht wie kaum ein anderer die Kunst der Aquarelltechnik. Mithilfe feinster Pinselstriche und kleiner Farbflächen arbeitet er seine Motive heraus, die in ihrer Detailliertheit und ihrer Farbigkeit, changierend zwischen zartesten Blau-, Rosa-, Grün- oder Schwarznuancen, bestechend schön sind. In ihnen deuten sich jedoch Geschichten an, bei denen es nicht nur um diese vordergründige Schönheit geht:
Wenn Riethmann Menschen mit Schutzanzügen und Gasmasken malt, wenn Kameradrohnen oder emporgereckte Fäuste zu Bildträgern werden, wird deutlich, dass es dem gebürtigen Londoner um Ausnahmesituationen geht, um jene Momente, in denen sich Zustände innerhalb weniger Sekunden radikal ändern können.
Achim Riethmann, o.T. (Redmen III)
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Salvador Dalí
Salvador Dalí ist als Meister der surrealistische Malerei in die Kunstgeschichte eingegangen. Der Exzentriker mit den großen, geweiteten Augen und dem gezwirbelten Schnurrbart war zugleich aber auch einer der vielseitigsten grafisch arbeitenden Künstler des 20. Jahrhunderts, der über 1000 Radierungen, Serigrafien, Lithografien und Holzstiche geschaffen hat. Weltberühmt sind seine Grafiken zu Goethes „Faust“, Carrolls „Alice im Wunderland“ und Cervantes‘ „Don Quijote“. Die Illustrationen zur Geschichte des gegen Windmühlen kämpfenden Ritters von 1956 waren sein erstes lithografisches Werk. Dalí arbeitete mit den besten Graveuren seiner Zeit zusammen und revolutionierte die Druckgrafik durch abenteuerliche Techniken. Immer wieder griff er in die Arbeitsprozesse ein, um zu erreichen, was ihm vorschwebte. „Hab keine Angst vor Perfektion, du wirst sie nie erreichen!“, so sein Künstlermotto. Abenteuer und Perfektion – bei Dalí schloss das eine das andere keinesfalls aus, vielmehr bedingte es sich gegenseitig.
Salvador Dalí, Don Quijote - Off the Battle
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Markus Oehlen
Begonnen hat er als die Verkörperung des ‚Jungen Wilden’ schlechthin, der die vom atomarem Wettrüsten geprägte No-Future-Stimmung der 80er Jahre als Punk-Musiker auf den Punkt brachte: Markus Oehlen, Jahrgang 1956, einst Schlagzeuger der Band ‚Fehlfarben’, heute international anerkannter Maler und Bildhauer sowie Professor an der Akademie der Bildenden Künste München. </p>
<p>Oehlen, gelernter technischer Zeichner, hat eine ihm ganz eigene Bildsprache entwickelt: In mehreren Bildschichten übereinander gelagert, teils gedruckt, teils gemalt, lässt er Kompositionen aus grafisch-linearen, abstrakten und figurativen Elementen entstehen, die in ihrer Farbigkeit dreidimensional werden – sie erscheinen plastisch und sind doch nicht zu greifen. Mit immer neuen Materialien, von Wachs, Lack und Kugelschreiber bis hin zur Verwendung von Fotos und computergenerierter Muster sprengt Oehlen auch in seiner Technik den Rahmen des Gewohnten.
1993 widmete das MOMA New York Markus Oehlen zusammen mit Georg Herold eine Werkschau als den zwei herausragenden Vertretern der dritten deutschen Nachkriegs-Künstlergeneration.
Markus Oehlen, Old Venlo
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Joseph Beuys
Aktionskünstler, Bildhauer, Sozialphilosoph und Exzentriker: Joseph Beuys gilt weltweit als einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts überhaupt. Getreu seiner Maxime „Jeder Mensch ist ein Künstler" machte er auch sich selbst zum Kunstwerk: Sein Auftreten mit Hut, Sportweste und enormem Charisma bleibt einzigartig. In legendären Aktionen trug er, den Kopf mit Blattgold und Honig beschmiert, 1965 einen toten Hasen durch eine Ausstellung und führte damit vor, „wie man dem toten Hasen die Kunst erklärt", oder baute für die documenta 6 im Jahr 1977 seine „Honigpumpe am Arbeitsplatz", eine riesige, über mehrere Stockwerke verteilte Anlage, die insgesamt drei Zentner "Honig der marke Langnese" durch ein Schlauchsystem transportierte. Beuys’ Aktionen bestanden aus vielfach verstörenden Handlungen und Gesten, die unsere verkrusteten Denkmuster sprengen: verstiegen, aber nie verrückt – einfach, aber nie banal – genial.
Joseph Beuys, Wiedergeborene Höhlenmenschen
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Simone Haack
Die Künstlerin Simone Haack (geb. 1978) muss eines ganz sicher besitzen: Empathie. Denn ohne ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen wären die komplexe Gefühlswelten ausstrahlenden Figuren in ihren Werken kaum vorstellbar. „In meiner künstlerischen Arbeit gilt mein vorrangiges Interesse der Visualisierung von Innen- und Parallelwelten“, sagt Haack – und die sind nicht allein im Hier und Jetzt verhaftet. „Obwohl meine Zeichnungen den Regeln einer realistischen Darstellung folgen, etablieren sie eine Realität, die wir mit Träumen, Erinnerung und Imagination assoziieren.“
Simone Haack, Maskenmann
Bestellbar
Simone Haack
Die Künstlerin Simone Haack (geb. 1978) muss eines ganz sicher besitzen: Empathie. Denn ohne ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen wären die komplexe Gefühlswelten ausstrahlenden Figuren in ihren Werken kaum vorstellbar. „In meiner künstlerischen Arbeit gilt mein vorrangiges Interesse der Visualisierung von Innen- und Parallelwelten“, sagt Haack – und die sind nicht allein im Hier und Jetzt verhaftet. „Obwohl meine Zeichnungen den Regeln einer realistischen Darstellung folgen, etablieren sie eine Realität, die wir mit Träumen, Erinnerung und Imagination assoziieren."
Simone Haack, Die Andere
Bestellbar
Joseph Beuys
Aktionskünstler, Bildhauer, Sozialphilosoph und Exzentriker: Joseph Beuys gilt weltweit als einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts überhaupt. Getreu seiner Maxime „Jeder Mensch ist ein Künstler" machte er auch sich selbst zum Kunstwerk: Sein Auftreten mit Hut, Sportweste und enormem Charisma bleibt einzigartig. In legendären Aktionen trug er, den Kopf mit Blattgold und Honig beschmiert, 1965 einen toten Hasen durch eine Ausstellung und führte damit vor, „wie man dem toten Hasen die Kunst erklärt", oder baute für die documenta 6 im Jahr 1977 seine „Honigpumpe am Arbeitsplatz", eine riesige, über mehrere Stockwerke verteilte Anlage, die insgesamt drei Zentner "Honig der marke Langnese" durch ein Schlauchsystem transportierte. Beuys’ Aktionen bestanden aus vielfach verstörenden Handlungen und Gesten, die unsere verkrusteten Denkmuster sprengen: verstiegen, aber nie verrückt – einfach, aber nie banal – genial.
Joseph Beuys, Beuys boxt für Direkte Demokratie
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Jamel Shabazz
Die Karriere von Jamel Shabazz (*1960) als Fotograf begann in den 1980er Jahren, als Jean-Michel Basquiat und Keith Haring die Kunstszene von New York beherrschten. Shabbazz, der in Brooklyn geboren wurde und dort auch aufwuchs, fotografierte in seiner New Yorker Nachbarschaft das alltägliche Leben. Seine Aufnahmen halten förmlich inne, erhaschen die kleinen Momente inmitten der unaufhörlichen Menschenströme auf den Straßen und in der Metro der Megacity.
Shabazz verfolgt mit seinem Werk eine politische Intention. Seine Straßenfotografie ist eine friedliche Auseinandersetzung mit der sozialen Situation der Afroamerikaner, der Latinos und der Jugendkultur. So wurde Shabazz zum Dokumentaristen der Black Community. Sein Ziel ist es, Stereotype zu durchbrechen und die afroamerikanische Lebensart und Gemeinschaft in einem positiven Licht darzustellen. Inspiration fand Shabazz in jungen Jahren nicht zuletzt bei dem Bürgerrechtler Malcolm X.
Jamel Shabazz, Street Photographers of Times Square
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Kim Schoen
Born in Princeton in 1969, artist Kim Schoen studied at the Royal College of Art in London and at the California Institute of the Arts, Valencia. She lives in Los Angeles and Berlin.
Her edition “Stilvoll leben” (“Living in style”) shows a photograph of an oddity. The perfectly lit picture shows a book that isn’t really a book at all. The object is only pretending to be a book. It does so without any pages. The purpose of this book is not to serve literary pleasure, it functions instead as a piece of decor. Instead of a book, we see a mock-up of a book. A book sold by the meter intended to embellish the shelves of furniture stores. Ever since Schoen stumbled across these absurd objects, she has been fascinated by them.
Kim Schoen, Stilvoll leben (Living in Style)
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A.R. Penck
Strichmännchen wie aus der Höhlenmalerei, Bildelemente, die an Runen erinnern, und eine Ästhetik, die Graffiti schon früh vorwegnimmt: A.R. Penck ist unverkennbar. Geboren 1939 als Ralf Winkler in Dresden, blieb der Autodidakt in der DDR weitgehend unbekannt, während seine Werke, die so gar nicht der offiziellen sozialistischen Vorstellung entsprachen, ab den 1960er Jahren von der BRD aus die Welt eroberten und ihn in den 1980ern endgültig zu einem Star der internationalen Kunstszene machten. Auf insgesamt drei documenta-Ausstellungen (1972, 1982 und 1992) vertreten, wurde ihm 1977 die erneute Teilnahme in Kassel durch Einwirken eines IM der DDR-Staatssicherheit auf einen hessischen Parlamentarier verwehrt. Nachdem 1980 seine Ausbürgerung in die BRD erzwungen worden war, blieb Penck nur kurz im anderen Deutschland, wanderte dann nach Irland aus und lebte in Dublin, Berlin und New York.
A.R. Penck, Rotes Pferd
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Friedrich Kunath
Friedrich Kunaths Werk ist getragen von Poetik, Melancholie, Ironie, Absurdität und Existenzialismus. Das Gewöhnliche spielt ebenso wie das Erhabene eine Rolle in seiner Kunst. Selbstbewusstsein und Zweifel widersprechen sich bei Kunath nicht. Seine Ausdrucksweise in Malerei, Zeichnung, Objektkunst, Fotografie, Video- sowie Mixed-Media-Installation und Performance ist immer überraschend und unendlich reich an Ideen. Seine Rauminszenierungen wirken oft befremdlich, verbinden das scheinbar Unvereinbare miteinander.
In der internationalen Kunstszene ist Kunath seit den späten 1990er Jahren erfolgreich und berühmt. Er wurde 1974 in Chemnitz geboren und wuchs in Ost-Berlin auf. Bei Walter Dahn studierte er an der Hochschule für Bildende Künste, heute lebt und arbeitet er in Los Angeles. 2012 erhielt er den renommierten Sprengel-Preis für Bildende Kunst.
Friedrich Kunath, I don't worry anymore
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Françoise Pétrovitch
Das Fragile interessiert Françoise Pétrovitch, daher überrascht es nicht, dass ihr – obwohl sie mit unterschiedlichsten Materialien und Medien arbeitet – die Zeichnung die liebste künstlerische Technik ist. Dabei kommt es ihr auf die spontane Geste an, frei skizziert sie in einfachen Linien Figuren auf Papier. Diese changieren zwischen Kindheit und Erwachsensein, männlich und weiblich oder auch Mensch und Tier. Die Gestalten der 1964 in Chambéry geborenen Pétrovitch stehen meist isoliert auf weißem Grund. Das verleiht ihnen Kraft – vermittelt aber auch das Gefühl von Verlorenheit.
Françoise Pétrovitch, Rougir (Jeune Aux Gants)
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Robert Indiana
Er war einer der Hauptvertreter der amerikanischen Pop-Art. Robert Indiana wurde 1928 unter dem bürgerlichen Namen Robert Clark in New Castle, Indiana, geboren. Bekannt wurde er durch seine Textbilder. Sein Buchstabenwerk „LOVE“ (1966) hat ihn weltweit berühmt gemacht. Angeregt wurde die Idee zu „LOVE“ vom New Yorker Museum of Modern Art, das Indiana im Jahr 1965 darum bat, eine Weihnachtsgrußkarte zu gestalten. Erst später entstanden seine LOVE-Walls und LOVE-Skulpturen. Die schablonenhafte Schrift, adaptiert von der kommerziellen Schildermalerei, wurde zum Leitmotiv all seiner „Sign-Paintings“. Sie sind auch gestaltgebend in der vorliegenden Edition, bestehend aus dem Motiv „No. 9 Decade: Autoportrait“.
Robert Indiana, No. 9 Decade: Autoportrait
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Jonathan Meese
„Mir liegt das Direkte und Schnelle, es ist am radikalsten“, sagt Jonathan Meese. Er wurde mit seinem Beitrag für die erste, von Klaus Biesenbach, Hans Ulrich Obrist und Nancy Spector kuratierte Berlin Biennale im Jahr 1998 international bekannt. Ob in der Schirn Kunsthalle Frankfurt, im Pariser Centre Pompidou oder im MoMA PS1 in New York ‒ Meeses expressive Arbeiten finden weltweit größte Beachtung. Sein Oeuvre umfasst Ölgemälde, Skulpturen, aber auch ein umfangreiches druckgrafisches Werk. Bis März 2019 widmet die Pinakothek der Moderne Meese eine Einzelausstellung – unter dem Titel "Die Irrfahrten des Meese".
Jonathan Meese, Winchester 73
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Lou Loeber
Lou Loeber widmete ihr Leben ganz der Kunst. Am 3. Mai 1894 wurde sie in Amsterdam geboren; ihr wohlhabendes Elternhaus war stets offen für neue künstlerische Entwicklungen in den Niederlanden um die Jahrhundertwende. Bereits 1913 bekam Loeber ihr eigenes Atelier, 1915 wurde die junge Malerin an der Rijksacademie voor Beeldende Kunsten, Amsterdam, aufgenommen. Sie war aktive Sozialistin und Pazifistin. Sie interessierte sich für den Kubismus und setzte sich intensiv mit „De Stijl“ und den Lehren des Bauhauses auseinander. 1928 schuf Loeber diesen bemerkenswerten Siebdruck in den Primärfarben Gelb, Rot und Blau neben Tiefschwarz und Grau - abstrakt und konkret zugleich!
Lou Loeber, Zonnebloemen
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Marcel van Eeden
Der niederländische Künstler Marcel van Eeden ist fasziniert vom Tod ‒ genauer gesagt von der Frage, warum der Mensch so viel Angst vor ihm hat. Er selbst hat ein Konzept gefunden, um dem Tod ein Schnippchen zu schlagen: Van Eedens Arbeiten basieren ausnahmslos auf Bildmaterialien aus Zeiten vor seiner Geburt am 22. November 1965. Denn vielleicht lässt sich die Angst ja durch eine unerschöpfliche Vergangenheit besiegen. Der Zeichner beschreibt seinen künstlerischen Weg als permanente Auseinandersetzung mit der eigenen Nicht-Existenz, als eine Übung für das, was nach dem Tod kommen mag.
Marcel van Eeden, Short Stories, Carte Blanche-Versteigerung Dr. P. Müller
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Joan Jonas
Die amerikanische Künstlerin Joan Jonas ist eine Pionierin der Video- und Performancekunst. In den späten 60er und frühen 70er Jahren hat sie grundlegend zum Vokabular dieser Kunstgattungen beigetragen. Im Zentrum ihrer Installationen – eines Mix aus Projektionen, Videos, Zeichnungen, Sounds und Objekten – steht die Erzählung. Inspiration findet Jonas in der Literatur und im Theater. Besonders das traditionelle japanische Noh-Theater spielt eine Rolle in ihrem Werk. Darüber hinaus greift Jonas Rituale auf, die sie während ihrer zahlreichen Reisen kennengelernt hat.
Joan Jonas, Ohne Titel (Joan Jonas)
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Augustin Tschinkel
Augustin Tschinkel (1905‒1983) studierte an der Akademie der Künste in Prag und schloss sich in den 1920er Jahren der „Gruppe progressiver Künstler“ rund um Gerd Arntz und August Sander an. Gemeinsames Ziel dieses politisch aktiven Verbunds war es, die Menschen in den sozialen Strukturen ihrer Zeit im Bild zu dokumentieren. Tschinkels Arbeit „Personnages“ ist ein prägnantes Beispiel dafür. Mithilfe nur weniger Linien entwirft er eine dichte Komposition aus sieben Figuren, hinter denen zwei rauchende Schlote aufragen ‒ ein eindringliches Zeugnis der politisch wie wirtschaftlich in Gärung begriffenen 1930er Jahre!
Augustin Tschinkel, Personnage
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Gerd Arntz
Ein Laib Brot, ein offen stehender Tresor, eine geballte Faust oder ein Maiskolben ‒ das sind nur vier Beispiele für die insgesamt gut 4.000 extrem reduziert gezeichneten Symbole, die der Künstler und Grafiker Gerd Arntz (1900‒1988), teils in Zusammenarbeit mit dem Soziologen und Philosophen Otto Neurath, ab Mitte der 1920er Jahre entwickelte. Diese Piktogramme sollten komplexe Sachverhalte allgemein verständlich machen, auch bzw. gerade für diejenigen, die des Lesens und Schreibens unkundig waren. Arntz’ Entwürfe sind bis zum heutigen Tag eine wichtige Quelle und Inspiration für Designer, Bildstatistiker und Grafiker weltweit.
Gerd Arntz, Bespiegelungen II
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Christian Schad
Christian Schad, 1894 in Miesbach/Oberbayern geboren, gehört zu den Hauptvertretern der „Neuen Sachlichkeit“. In seinen Arbeiten der 1920er Jahre untersucht er die neue soziale Wirklichkeit in der Weimarer Republik. Eines seiner Hauptwerke dieser Zeit, „Sonja“ (1928), das Porträt einer Berliner Sekretärin im schwarzen Chanel-Kostüm und mit Zigarettenspitze, gehört zur Sammlung der Neuen Nationalgalerie in der Hauptstadt. „Die apartesten, gepflegtesten und auch die schönsten Frauen, die mir bei meinen wechselnden Aufenthalten in Europa begegneten, waren die Berlinerinnen“, vermerkt Schad einmal. Zuvor, 1919, hat er, inspiriert von Dada und Surrealismus, die „Schadographie“ entwickelt: Ohne Verwendung einer Kamera belichtet er Papier und bildet Objekte darauf ab. Später wird er für sich die Symbolkraft von Bildern entdecken. Im Umfeld des „Magischen Realismus“ thematisiert er in seinem Werk nun Mythologie und Traumvisionen. 1982 stirbt der Künstler in Stuttgart. Die Stadt Aschaffenburg, wohin Schad 1943 zog, wird 2019 ein Museum für seinen Nachlass als ersten Bauabschnitt des neu geplanten „Museumsquartiers“ eröffnen.
Christian Schad, Varietéprobe
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Josh Klassman
Josh Klassman ist ein Insider, ein Skater, ein Fotograf. Er wuchs in Venice, dem westlichen Stadtteil von Los Angeles auf. Venice hat Kultstatus, Teenager aus aller Welt feiern mit Venice-Beach-T-Shirts den ewigen Sommer. Nicht weit vom Strand entfernt liegt der berüchtigte Venice Pavilion. Er war ab den 1970er Jahren nicht nur legendärer Skatepark, sondern auch ein gefährliches Pflaster mit täglichen Gang-Shootings. Hier verbrachte Klassman seine Jugend und dokumentierte mit seiner Nikon FM2 die Skate- und Surfszene der 80er und 90er Jahre. „My photos are an insiders perspective, I was a part of all you see, it was my everyday life.“ Klassmans Fotoarchiv aus analogen schwarz-weiß Bildern versammelt heute wertvolle Momentaufnahmen. Sie dokumentieren eine Zeit, in der aus Pionieren der Skateszene, wie beispielsweise Jay Adams, die ersten Profiskater wurden.
Josh Klassman, Bela Horvath, Surfstyle, Venice Pavilion (RIP), Venice Ca, Venice 1980s
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Amelie von Wulffen
„Bilder 2000‒2015“ lautete der schlichte Titel der großen Werkschau von Amelie von Wulffen in der Münchner Pinakothek der Moderne 2015 – die dort versammelten Arbeiten der Senkrechtstarterin waren jedoch alles andere als schlicht. So zeigt eine ihrer Collagen John Travolta im Achselshirt vor gemalter Winterlandschaft, auf ihren Gemälden tummeln sich Monster oder ein Rudel weißer Hunde vor einem Haus am Berg. Und eine ganze Serie von Zeichnungen widmet sich Gemüse-Cartoons: Da stehen zwei Karotten mit einer Zwiebel, einer Stange Lauch und einem Messer zusammen neben einem kochenden Suppentopf und diskutieren lebhaft über – was?
Die 1966 geborene Künstlerin hat an der Münchner Akademie bei Olaf Metzel und Daniel Spoerri studiert – beides Künstler, die wie von Wulffen alle Möglichkeiten des Malerischen nutzen und die Grenzen dessen suchen, was Kunst ist.
Amelie von Wulffen, Ohne Titel
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Stefan Marx
Seine Zeichnungen zieren neben Galeriewänden auch Plattencover, Skateboards, Zines und Theater-Broschüren. Die Rede ist von Stefan Marx, Jahrgang 1979. Der Zauber seiner Arbeiten liegt im Alltäglichen, das sie verhandeln. Für artflash hat Marx eine Edition mit Unikatcharakter geschaffen – humorvoll und eigensinnig – und limitiert auf 16 Exemplare.
Stefan Marx, Moonlightsss
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Julian Wasser
Julian Wasser war Fotograf von ‚Time’ als er diese legendäre Schachszene ablichtete. Mit der Fotografie "Duchamp Playing Chess with a Nude (Eve Babitz)" schuf er 1963 eine der berühmtesten Fotografien der Kunstwelt.
2014 wurde ein Print der Fotografie unter dem Titel „The Way We Were“ neu aufgelegt. Die Protagonisten auf dem Foto sind der französische Avantgarde Künstler Marcel Duchamp, der mit seinen Readymades zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Kunstwelt revolutionierte und Eve Babitz, eine junge Amerikanerin, die in der Kunstszene Kaliforniens eine bekannte Größe war. Während Duchamp am Schachtisch im schwarzen Anzug sitzt, ist die über 40 Jahre jüngere Eve Babitz vollkommen nackt. Nur ihre Haare bedecken ihr Gesicht. Wie konnte es zu dieser Provokation kommen? Die Schwarz-Weiß-Fotografie entstand im Pasadena Art Museum, während einer Retrospektive zu Ehren Duchamps. Es soll nicht, wie häufig vermutet, der Dadaist, Wegbereiter der Konzeptkunst und leidenschaftliche Schachspieler Marcel Duchamp gewesen sein, der diese Fotoszene inszenierte. Es soll Julian Wasser gewesen sein, der zu dem Bild angeregt hat. Babitz verlor zwar die Schachpartie, doch wurde sie seitdem für ihren Mut und ihre Schönheit verehrt.
Julian Wasser, The Way We Were / Marcel Duchamp and Eve Babitz, 1963
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Stefan Heyne
Stefan Heyne ist in seinem Werk zum Ursprung der Fotografie vorgedrungen. Das tatsächlich Sichtbare enthält er dem Betrachter vor. Straßenfluchten, Autos, Raumecken, Einrichtungsgegenstände oder Himmelsbilder ‒ seine Motive werden zur unsichtbaren Information. Stattdessen zeigt uns Heyne das pure Licht, ausgedrückt durch das Farbspektrum dieser Motive. Damit gelingt dem in Berlin lebenden Künstler ein neuer Blick auf die Fotografie. Ganz bewusst setzt er sich von der Düsseldorfer Fotoschule ab, die mit Thomas Ruff, Andreas Gursky und allen voran Bernd und Hilla Becher, der Repräsentation des Realen zugewandt, diese letztlich nie ganz verlässt. So gewinnt die „Neue Abstraktion“ in der zeitgenössischen Fotografie mit Heynes Neubefragung des Mediums eine bedeutende Position.
Stefan Heyne, Ohne Titel (Nr. 82 & Nr. 78)
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George Byrne
Der Schatten eines Schwimmreifens, Palmen vor wolkenlosem Himmel, menschenleere Gebäudefassaden, bizarre Details - der australische Fotograf George Byrne schaut hin, wo scheinbar nichts passiert. Doch die Straßen- und Landschaftsfotografie des Vierzigjährigen Australiers strahlt! Sie ist Lebensgefühl pur. Ein Roadmovie durch bezaubernde Farben, schillerndes Licht und ungewöhnliche Bildkompositionen.

Für sein letztes Projekt „Local Devision“ fuhr Byrne Tag um Tag, Stunde um Stunde in einem ehemaligen Polizeiauto durch die Vororte seiner Wahlheimat Los Angeles. „Local Devision“ so hieß auch seine erste große Einzelausstellung, als er zurück nach Australien kam, bei dem Galeristen Tim Olsen 2016 in Sydney. Ein Senkrechtstart ‒ mit ihr wurde Byrne einem größeren Kunstpublikum bekannt. Byrne, der an der Sydney University und am Sydney College for the Arts studierte, ist zudem Sänger und Songwriter. Angesichts seiner Bilder ist es wahrlich nicht schwer, einen Song vom ewigen Sommer im Ohr zu haben.
George Byrne, 99 Silverlake #3
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Sarah Morris
Schon seit anderthalb Jahrzehnten zählt die 1967 geborene Britin Sarah Morris zu den weltweit erfolgreichsten Künstlerinnen. Bekannt wurde sie mit abstrakten Gemälden, deren geometrische Strukturen Hochhausfassaden widerspiegeln und die Architektur moderner Metropolen hinterfragen. Urbane Landschaften und Konstruktionen sind auch Thema ihrer Filme, in denen sie Städte wie Washington, New York oder Los Angeles porträtiert. Hoch gelobt wurde Morris’ beiläufiger Blick auf Ereignisse, die für den Charakter einer Großstadt bestimmend sind: „Capital (Washington D. C.)“ etwa zeigt das Treiben rund um das Weiße Haus während der letzten Amtstage von Präsident Clinton, in „Los Angeles“ beobachtet Morris Hollywoodstars wie Warren Beatty bei den Vorbereitungen zur Oscar-Verleihung. Morris präsentierte ihre Arbeiten bereits in Ausstellungshäusern wie der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, oder im Guggenheim.
Sarah Morris, Sony (Los Angeles)
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Christoph Niemann
Die Arbeiten des international gefragten Illustrators und Künstlers Christoph Niemann sind genauso schlicht wie genial: Wenn ein Mohnbrötchen in seinen Zeichnungen zum Dreitagebart mutiert, Bananen zu Hinterflanken eines Pferdes oder Eddings zu gestiefelten Beinen werden, nicken wir zustimmend und müssen schmunzeln. Aber selber darauf gekommen wären wir nie! Seit sieben Jahren postet Niemann in seinem Sonntags-Blog „Abstract Sunday“ in der „New York Times“ seine erfindungsreichen und humorvollen alltäglichen Beobachtungen. Der für artflash geschaffene Siebdruck trägt den einfachen Titel „Legs“ – und erzählt doch so viel mehr!
Christoph Niemann, Legs
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Jonathan Meese
Jonathan Meese ist das Enfant terrible der Kunst und einer der radikalsten Aktionskünstler seiner Zeit. Er malt, baut Skulpturen, schreibt und kreiert Bühnenwelten, wie für Frank Castorf.
Populär wurde Meese sowohl durch seine Rolle als durchgeknallter Künstler in dem Film „Sonnenallee“ von Leander Haußmann als auch durch seine Teilnahme an der ersten Berlin Biennale 1998, auf der seine raumgreifende Installation aus Fotocollagen und Fundstücken, die als „Messie-Zimmer“ bekannt wurde, für Aufsehen sorgte. Seine prophetische Attitüde weiß er wirkungsbewusst und marktwirksam in Szene zu setzen, und ein Grund für seinen Erfolg mag sein, dass man nie weiß, ob Meese das, was er sagt, selber glaubt oder ob er es nur vorgibt. Der Künstler wurde mit seinem Beitrag für die erste, von Klaus Biesenbach, Hans-Ulrich Obrist und Nancy Spector kuratierte Berlin Biennale im Jahr 1998 international bekannt. Ob in der Schirn Kunsthalle Frankfurt, im Pariser Centre Pompidou oder im MoMA PS1 in New York ‒ seine expressiven Arbeiten finden weltweit größte Beachtung.
Jonathan Meese, Richard Wahnkind
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Juergen Teller
Juergen Teller gehört international zu den gefragtesten Fotografen der Gegenwart. Seine Fotografien aus den Bereichen Mode, Musik und VIP´s sind Kult, seine Porträts Kunst.
Der Starfotograf wurde 1964 in Erlangen geboren, ab 1986 lebt Teller in London. 1991 wurde er bekannt als seine Bilder der Band Nirvana veröffentlicht wurden. Zu seinen bekanntesten Fotos zählt Tellers Inszenierung von Victoria Beckham aus dem Jahr 2009: Aus einer überdimensionalen Marc-Jacobs-Einkaufstüte ragen Beckhams Beine heraus, als säße sie auf dem Stuhl eines Gynäkologen. Juergen Tellers Fotografien brechen mit Sehgewohnheiten, die Übertreibung in seinen Inszenierungen kennt keine Grenzen. Oft fotografiert Teller in Serien. Auch Alltagsszenen und Landschaftsaufnahmen zählen dazu. Seit 2016 tourt Tellers Werkschau „Enjoy Your Life“ durch Museen in Deutschland und der Schweiz.
Juergen Teller, Swimming, Glemmingebro, Sweden
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Louise Bourgeois
Louise Bourgeois eine Grande Dame der zeitgenössischen Kunst zu nennen, ist nicht zu hoch gegriffen, schließlich stellte die 2010 mit 98 Jahren verstorbene Künstlerin in den großen Museen weltweit aus. 1983 richtete ihr das Museum of Modern Art in New York als erster Künstlerin eine Einzelausstellung aus. Ihre Skulpturen und Installationen aus Bronze und Marmor, Gips, Latex und Textilien erzielen Höchstpreise – sie gilt als eine der teuersten Künstlerinnen der Gegenwart überhaupt. Und doch trifft die Würdigung nicht ganz: Denn bis zuletzt verweigerte sich die geborene Französin, die ab 1938 in New York lebte, dem Gesetzten, Damenhaften. Im Rahmen der legendären Salons in ihrem Atelier in Chelsea suchte sie noch in hohem Alter den Austausch mit jungen Künstlern.
Sie blieb eine Fragende, die in ihrer autobiografisch motivierten Kunst Angst, Hass, Wut und vor allem ihre traumatischen Kindheitserinnerungen thematisierte. Welche Grande Dame ließe sich von Robert Mapplethorpe porträtieren, verschmitzt lächelnd im Fellmantel mit übergroßem Phallus unter dem Arm? Eben. Und so können wir Louise Bourgeois in Erinnerung behalten als weise alte Frau mit großem Humor, die uns gelehrt hat, dass Schmerz und Tod zum Leben gehören und das Fragen niemals endet.
Louise Bourgeois, The Reticent Child
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Rupprecht Geiger
Die Farbe hatte es ihm angetan. Sie war Rupprecht Geigers einziges Motiv. Yves Klein widmete sich dem Blau, Geigers Kosmos wiederum war das Rot. Die Leuchtspur des Lippenstifts aus einem Care-Paket für seine Frau war der Auslöser seiner Begeisterung für diese Farbe. Zunächst als Architekt tätig, wurde Geiger in der NS-Zeit als „Kriegsmaler“ an die Ostfront geschickt. Heute gilt er als herausragender Vertreter der gegenstandslosen Malerei in Deutschland. Seit den 70er Jahren bannte der Münchner Künstler – in der bayerischen Metropole wurde er 1908 geboren und verstarb mit 101 Jahren – die Farbe Rot immer und immer wieder auf Leinwand, in Nuancen von hellem Gelb bis ins tiefste Violett. Der vierfache documenta-Teilnehmer und Mitbegründer der Künstlergruppe ZEN 49 setzte auf klare Formen wie Kreise oder Quadrate, die einzig dazu dienen sollten, die Farbe unbeeinflusst hervortreten zu lassen.
Rupprecht Geiger, Edition 2010
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Raymond Pettibon
Für die einen ist er „einer der eindringlichsten Chronisten des amerikanischen Traums“ (Gerald Matt), für die anderen der Illustrator des amerikanischen Punkrock, der für Bands wie „Black Flag“ und „Sonic Youth“ Albumcover gestaltete, die zur Legende wurden. Die Rede ist von dem Kalifornier Raymond Pettibon (geb. 1957), der in den frühen 1980er Jahren begann, seine stets mit Texten kombinierten, sozialkritischen Tuschezeichnungen zu veröffentlichen. Aus den Punkfans wurden Kunstsammler und aus Pettibon wurde einer der gefragtesten Künstler unserer Zeit.
Pettibon, dessen Nachname seinem Vater zu verdanken ist, der ihm den Spitznamen „petit bon“ gab, studiert erst Ökonomie, bevor er sich zunehmend seiner künstlerischen Tätigkeit widmet und Illustrationen für Fanzines sowie Flyer, Poster und Plattencover gestaltet, u. a. für das Plattenlabel seines Halbbruders Greg Ginn. Etwas später entdeckt ihn auch die Kunstwelt, seine Zeichnungen waren im MOMA, New York, auf der Biennale in Venedig und 2002 auf der documenta 9 in Kassel zu sehen. 2004 verleiht ihm das New Yorker Whitney Museum of American Art den hoch dekorierten Bucksbaum Award und just 2013 erzielt eine Arbeit von ihm aus dem Jahr 2000 bei Sotheby‘s den stolzen Preis von 413.000 US-Dollar.
Raymond Pettibon, One more line
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