Latifa Echakhch

Ohne Titel (Latifa Echakhch)

, 2012
  • Material
    Siebdruck auf 270 gr Zerkall Papier
  • Herstellungsmethode
    Von der Künstlerin auf einem Echtheitszertifikat signiert
  • Auflage
    100
  • Maße
    Bildmaß: 21 x 29,7 cm
    Blattmaß: 44 x 44 cm
  • Details zum Rahmen
    Weiß lackierter, handgefertigter Ahornholzrahmen, Außenmaße des Rahmens: ca. 45,6 x 45,6 cm, staubdicht verklebt. Mit schmaler Leiste und rückseitiger Vorrichtung zum einfachen Aufhängen.
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Über die Künstlerin

Zu Schulzeiten war die französisch-marokkanische Künstlerin Latifa Echakhch (*1974) eine exzellente Läuferin. Was hielt sie davon ab, in den Leistungssport zu gehen? Die Angst davor zu gewinnen und die Angst vor zu viel Publicity, mutmaßte sie selbst in einem Interview. Schaut man auf ihren kometenhaften Aufstieg in die höchsten Gefilde der Kunstwelt, so scheint dies allerdings kaum vorstellbar. Ihr jüngstes Etappenziel: Latifa Echakhch gewann 2013 den renommierten Prix Marcel Duchamp, verbunden mit einer Einzelschau im Pariser Centre Pompidou. Früh machte sie namhafte Kuratoren wie Ruth Noack und Roger M. Buergel auf sich aufmerksam, eroberte die Londoner Tate Modern, die Kunsthalle Fridericianum in Kassel und nicht zuletzt die Venedig-Biennale. Dort säumten ihre unbeflaggten weißen Fahnenstangen den Weg zum zentralen Pavillon, eine Installation, an der sich zweierlei ablesen lässt: Latifa Echakhchs minimalistische Formensprache sowie ihre Methode, Objekte umzudeuten, um durch Irritation die Aufmerksamkeit auf die kulturellen Zusammenhänge zu lenken, in denen sie stehen. Ausgehend von ihrer persönlichen Geschichte als Migrantin sind Latifa Echakhchs Werke eindeutig politisch zu lesen.

Über die Edition

Tusche gehört neben Kohle, Glas und Zucker zu den Lieblingsmaterialien der Installationskünstlerin Latifa Echakhch. Und in vielen ihrer Arbeiten, in denen Tusche oder Tinte eine Rolle spielen, überlässt sie das Ergebnis dem Zufall, lässt sie die Zeit und den Werkstoff selbst für sich arbeiten. So formen Tuschetropfen auf Leinwänden große oder kleine Kreise, rinnen blaue Tintenspuren mit Kohlepapier präparierte Wände herab – und entwickeln auf diese Weise nicht nur ästhetischen Reiz, sondern auch kunsthistorische und politische Bezüge. Der Siebdruck, entstanden in der Siebdruck-Werkstatt der renommierten Städelschule, enthält ebenfalls dieses unberechenbare Moment. Schwarze Tuschebahnen bersten strahlenförmig vom weißen Bildzentrum zu den Rändern hin auseinander – und verströmen die Energie eines explosiven Knalls. Der Schwarz-Weiß-Kontrast lässt die Mitte umso heller wirken, der Betrachter ist geblendet, als schaue er in die Sonne. Wie „nicht von Menschenhand gemacht“, so beschrieb einmal ein Kritiker Latifa Echakhchs Arbeiten mit Tinte. Und doch entbehren sie nicht im Mindesten einer beeindruckenden künstlerischen Präzision.

Ausstellungen (Auswahl)

2015: LENTOS, Kunstmuseum Linz; kaufmann repetto, Mailand; Museum Haus Konstruktiv, Zürich
2014: L’air du temps, Centre Pompidou, Paris; L’air du temps, Cabinet of Curiosities, Dommuseum, Salzburg; Rumeurs du Météore - 49 NORD 6 EST – Frac Lorraine, Metz; Boursier-Mougenot, Conner, Echakhch, Gaines, Marclay, Oldenburg/van Bruggen - Paula Cooper Gallery, New York; Les yeux seuls sont encore capables de pousser un cri, Dvir Gallery, Tel Aviv; Solution de Continuité au FRAC Franche-Comté, Besançon; L’illusione della Luce, Palazzo Grassi – François Pinault Foundation, Venedig
2013: Prix Marcel Duchamp, Fiac, Paris, Musée des Beaux-Arts de Libourne; Latifa Echakhch: Laps, MAC, Musée d’art contemporain de Lyon; Latifa Echakhch, Hammer Project, Hammer Museum, Los Angeles; Le futur commence ici, Frac Nord-Pas de Calais, Dunkerque; EXPO 1: New York, MoMA PS1, New York; The Black Moon, Nouvelles Vagues, Palais de Tokyo, Paris; Musée des Beaux-Arts de Libourne;
2012: Latifa Echakhch, Columbus Museum of Art, Columbus; Goodbye Horses, Kunsthaus, Zürich; Die Vögel, Portikus, Frankfurt am Main; Dialogue : Latifa Echakhch, Kunstmuseum Liechtenstein, Vaduz; Latifa Echakhch & Charlemagne Palestine, Drumming like a woodpecker, Signal, Center for contemporary Art, Malmö; The Spirit Level, Gladstone Gallery, New York; All our relations, 18th Biennale of Sydney, International Festival of Contemporary Art, Sydney; Latifa Echakhch & David Maljkovic, Morgenlied, Illuminazioni / Illuminations, Biennale de Venise, Venedig
2011: Von Schwelle zu Schwelle (De seuil en seuil), Museum Haus Esters, Kunstmuseen, Krefeld; La Passion, effigies, Fondation Louis Moret, Martigny; The Door, Sorry we’re closed, Brüssel;
2010: La Ronda, MACBA, Barcelona; One Leading Away from Another, 303 Gallery, New York; Strange Comfort (Afforded by the Profession), Kunsthalle Basel; Isole mai trovate / Islands never found, Genova Palazzo Ducale Fondazione per la Cultura, Venedig; Leopards in the Temple, SculptureCenter, New York;
2009: Movement and complication, Swiss Institute, New York; Les Sanglots longs, Kunsthalle Fridericianum, Kassel; Lichtzwang, Dvir Gallery, Tel Aviv; Shifting Identities – (Swiss) Art Today, CAC, Vilnius;

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