Reinhard Voigt

Fünf Tulpen

, 1974
  • Material
    Siebdruck
  • Herstellungsmethode
    rückseitig signiert und nummeriert
  • Auflage
    100
  • Maße
    74,5 x 54,5 cm
  • Details zum Rahmen
    Handgefertigter Eichenholz-Rahmen, 60,6 x 80,6 cm. Mit 10mm Distanzleiste, damit die Arbeit schön zur Geltung kommt. Inkl. rückseitiger Hängeleiste, staubdicht verschlossen.
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Seine Kunst hätte ihm alles kaputt gemacht! Reinhard Voigt traf diese nicht ganz ernst gemeinte Aussage 2006, als die Galerie BQ in Köln (heute in Berlin) dem zu jenem Zeitpunkt in Vergessenheit geratenen Maler eine Einzelausstellung widmete. Dabei war es Ende der 60er Jahre niemand Geringeres als David Hockney gewesen, der Voigt eine große Karriere prophezeit hatte. Diese ließ jedoch lange auf sich warten. Heute indes werden Voigts Rasterbilder für ihre Weitsichtigkeit in Bezug auf die digitale Zukunft geschätzt.
Voigt wird 1940 in Berlin geboren. Er studiert an der Freien Akademie der Künste in Hamburg, begeistert sich für Klee und Kandinsky, unterrichtet wird er von den amerikanischen Pop-Art-Künstlern Allen Jones und David Hockney. 1978 geht er in die USA.
Das Raster ist Voigts wichtigstes Stilmittel. Mithilfe dieser speziellen Struktur setzt er seine Motive neu zusammen. Was er tut, bleibt sichtbar, vor allem in seinen frühen Bildern ab 1960. In diesem für die Kunst so zentralen Jahrzehnt arbeitet Voigt ganz auf der Höhe der Zeit. Auch Gerhard Richter, Andy Wahrhol oder Thomas Bayrle haben das Raster in ihren Arbeiten genutzt und thematisiert. Bedeutsam bei Voigt aber ist: Die Rasterung seiner künstlichen Realität aus Werbevorlagen und privaten Fotografien ist nicht perfekt.
Blumenstillleben oder Computerspiel? Tulpenensemble oder Commodore 64-Game? Die klare Rasterstruktur dieses Siebdrucks von Reinhard Voigt gehört der Vergangenheit an. Die „Tulpen“ stammen aus dem Jahr 1974. Doch statt verwelkt zu sein, leuchten sie in sattem Rot. Echt sind sie nicht, sie sind „Bild“. Oder anders: Sie zeigen, woraus ein Bild gemacht ist ‒ aus Rasterpunkten bzw. Pixeln. Dieses Bild blickt in die Zukunft. Denn es ist per Hand gefertigt, verweist aber bereits auf das digitale Bild unserer Gegenwart. Auch wenn Voigts Arbeit heute nostalgisch wirkt, damals war „Fünf Tulpen“ seiner Zeit voraus und kündigte an, was heute im digitalen Zeitalter allgegenwärtig ist: Bilder sind konstruiert, sie sind zusammengesetzt aus Pixeln (Rastern).

Ausstellungen (Auswahl)

2016 bei Feld + Haus, Frankfurt am Main
2006 BQ in Köln

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