Victor Vasarely

Voeroech

, 1986
  • Material
    Originalgrafik, Farblithografie auf Arches
  • Herstellungsmethode
    Handschriftlich signiert & nummeriert
  • Auflage
    100
  • Maße
    Papier 50 x 45 cm / Platte 35 x 35 cm
  • Details zum Rahmen
    Handgefertigter, nussdunkel gewachster Holzrahmen, mit 10 mm Distanzleiste. Außenmaße ca. 49,3 x 54,8. Inkl. rückseitiger Hängeleiste zum einfachen Aufhängen, staubdicht verschlossen.
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Über den Künstler

Sein malerisches Schlachtfeld war die geometrische Abstraktion. Und ihr fügte Victor Vasarely durch raffinierte Raumsuggestionen eine entscheidende Komponente hinzu: den optischen Effekt. Deshalb gilt der in Ungarn geborene Künstler (1908‒1997) als Vater der sogenannten Op-Art. Diese fordert uns mit wahrnehmungspsychologischen Wirkungen von Bildmustern heraus, löst Bewegungs- oder Flimmereffekte auf der Netzhaut aus. In die Kunst Vasarelys flossen auch seine Erfahrungen als Grafiker ein. Für die Olympiade in München 1972 entwarf er das offizielle spiralenförmige Logo. Und auch die Raute von Renault entstammt seinem Zeichenblock. Von 1955 bis 1968 waren seine Arbeiten regelmäßig auf der Kasseler Documenta zu sehen. Vasarely gründete im Jahr 1976 die Fondation Vasarely in Aix-en-Provence. In seiner Geburtsstadt Pécs eröffnete 1976 das Vasarely-Museum. Ein weiteres folgte 1987 in Budapest. In 2018 / 2019 zeigt das Städel Museum in Frankfurt eine Retrospektive des Künstlers.
Kreis und Quadrat, viel mehr brauchte Victor Vasarely nicht, um ein beeindruckendes und variantenreiches Werk zu schaffen, mit dem ihm Mitte der 1950er Jahre in Paris der Durchbruch gelang. Seine aus geometrischen Mustern aufgebauten Strukturen traten einen weltweiten Siegeszug an. Nicht zuletzt, weil der Künstler es schaffte, neue Ideen von Raum, Materie und Energie zu vermitteln, indem er auf unsere Sinnesempfindungen zielte. In der Grafik „Voeroech“ kippt das Quadrat und macht in seiner Wiederholung eine Bewegung nach links. Die farbigen Quadrate aus Braun, Schwarz und Rottönen überlagern sich, werden immer kleiner. Das größte Quadrat bildet den Rahmen für dieses einfache, aber effektvolle Bewegungs- und Wahrnehmungsspiel. Hier wird die Op-Art zum Erfahrungshorizont, der die Sinne verwirrt.

Ausstellungen (Auswahl)

2018, Victor Vasarely ‒ Im Labyrinth der Moderne, Städel Museum, Frankfurt
2014, Victor Vasarely – Die Wiederentdeckung des Malers, Haus Konstruktiv, Zürich
2013, Dynamo ‒ Un siècle de lumiere et de mouvement dans L’art 1913‒2013, Galeries nationales du Grand Palais, Paris; Frühjahr ‒ Sommer – 2013. Kunst aus dem 20. Jahrhundert, Galerie Neher GmbH & Co. KG, Essen; Optical Spaces, Museum of Geometric and MADI Art, Dallas; A Cosmos, Serpentine Gallery, London
2012, Victor Vasarely, Galerie Lahumière, Paris
2010, Viktor Vazareli ‒ Grafike i objekti, Museum of Contemporary Art Vojvodina, Novi Sad
2009, Victor Vasarely, Mathematikum e.V., Gießen; Imagen Inestable, Galería Animal, Santiago
2007, Twin Bill, Oklahoma City Museum of Art, Oklahoma City
2006, The Expanded Eye, Kunsthaus Zürich
2005, The Kinetic Eye: Optical and Kinetic Art, 1950‒1975, Museum of Modern and Contemporary Art, Strasburg
2004, Victor Vasarely: Black and White Paintings from 1950s, Robert Miller Gallery, New York
2003, Victor Vasarely, Robert Sandelson, London
1998, Vasarely – Erfinder der Op-Art, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen, Kunstverein Wolfsburg, und Josef Albers Museum, Bottrop
1996/97, Vasarely: Hommages, Musée Communal des Beaux-Arts, Charleroi, und Fondation Vasarely, Aix-en-Provence
1992, Le Mouvement, Fondation Maeght, St-Paul-de-Vence; Retrospektive, Kunstforum Wien
1980, The Art of Victor Vasarely, Midland Center of Arts, Midland
1972, Exposition de sérigraphies et de multiples, Philadelphia Art Museum
1970, From Renoir to Vasarely, Salon d’Automne, Grand Palais, Paris
1969, Museum of Fine Arts, Budapest
1968, Documenta IV, Kassel
1965, The Responsive Eye, Museum of Modern Art, New York; Kunsthalle, Bern
1964, Documenta III, Kassel; Vasarely et l’art social, Académie des Beaux-Arts, Paris; Pace Gallery, New York
1959, Documenta II, Kassel; Museo de Bellas Artes, Caracas; Inaugural Selection, Solomon R. Guggenheim Museum, New York
1958, 50 ans d’art moderne, Palais International des Beaux-Arts, Brüssel
1955, Documenta, Kassel; Palais des Beaux-Arts, Bruxelles; APIAW, Liège; Le Mouvement, Galerie Denise René, Paris; Galerie Der Spiegel, Köln
1944, Galerie Denise René, Paris

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